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Schimmel

Die Wohnungslüftung ist im Zusammenhang mit der Luftfeuchtigkeit und dem Energiesparen ein besonders heikles Thema. Denn wer hat nicht schon einmal bei anfallender Feuchtigkeit an Fenstern und Wänden von seinem Vermieter bzw. Handwerker zuhören gekriegt, dass man nicht richtig lüfte. 

Zum einen gehen die Meinungen darüber weit auseinander, wie groß die Bedeutung der Lüftung für den gesamten Heizenergiebedarf eines Hauses wirklich ist. Zum anderen lassen sich die Wärmeverluste durch Wohnungslüftung auch nicht beliebig verringern, da ein hygienisches und bauphysikalisches Minimum an Lüftung nicht unterschritten werden darf. Da heutzutage das Bestreben nach immer dichteren und höheren Wärmedämmmaßnahmen das Baugeschehen prägt, kommt der Lüftung ein immer höherer Anteil am Luftwechsel eines Bauwerkes zu. 

Der wichtigste Merksatz beim Lüften, der zunächst sehr paradox klingt sei vorangestellt: Im Winter ist die Luft draußen stets trockener als in beheizten Wohnräumen! Daraus folgt, dass man im Winter wesentlich kürzere Lüftungszeiten für einen Luftwechsel benötigt als im Sommer. Somit sind wir wieder beim Thema Heizkosteneinsparung angelangt. 

Notwendige Lüftungsdauer 

für einen Luftwechsel bei Stoßlüftung (ganz geöffnetes Fenster bei Windstille) je nach jahreszeitlicher Außentemperatur:

Die für die angegebenen Lüftungszeiten besonders zutreffenden Monate: 

Ungefähre Lüftungszeit in Abhängigkeit der Außentemperatur 

Dezember, Januar, Februar  4 bis 6 Minuten 
März, November  8 bis 10 Minuten 
April, Oktober  12 bis 15 Minuten 
Mai, September  16 bis 20 Minuten 
Juni, Juli, August 25 bis 30 Minuten

Wasserdampf wird in bewohnten Räumen ständig in großen Mengen produziert. In einem 4-Personenhaushalt entstehen durchschnittlich pro Tag 8-15 kg. Das ist soviel, als ob man den Inhalt eines Putzeimers auf dem Herd verkochen würde.